Baby stillen – Pro und Contra 🤱

Baby stillen – Pro und Contra 🤱

Schon vor der Geburt fragen sich viele Mütter, ob sie ihren Säugling stillen oder mit dem Baby-Fläschchen ernähren sollen. Sicherlich gibt es viele Vorteile, die für das Stillen sprechen, doch manche Babys wollen von Beginn an die Brust nicht wirklich annehmen. Ist es in solch einer Situation wirklich notwendig sich unter Druck zu setzen und dem Kind die Brust immer wieder anzubieten?

Um die Entscheidung zu vereinfachen, können Vor- und Nachteile des Baby Stillens betrachtet werden.

Worauf sollte beim Stillen geachtet werden?

Besonders wichtig ist es, dass das Baby richtig angelegt wird. Hierbei spricht man vom „C-Griff“, wobei die Finger flach unter der Brust anliegen und der Daumen über die Brustwarze positioniert wird. Die Finger sollten die Brust hierbei lediglich abstützen und nicht all zu starken Druck ausüben. Zudem muss der Warzenhof unberührt sein, denn hier sollen die Lippen des Kindes umschließen. Damit das Baby die Brust gut annimmt, können seine Lippen leicht mit der Brustwarze stimuliert werden. Ist der Mund geöffnet, kann das Baby zur Brust geführt werden.

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Vorsicht: Die Brust sollte nicht zum Kind geführt werden, denn so wird eine verkrampfte Haltung eingenommen, die schnell zu Rückenschmerzen führen kann.

Fläschchen geben oder Stillen? Vor- und Nachteile

Für das Stillen sprechen einige Aspekte:

  • Bindung zum Baby
  • Gesundheit
  • Vorteile für die Mutter

Eines der größten Pro-Argumente, das für das Brustgeben spricht ist die Intimität und Vertrautheit mit dem Kind. Wenn das Baby an der Brust der Mutter liegt und tief in ihre Augen sieht, steht die Welt einen Moment still. Zudem sind Kinder, die durch Muttermilch ernährt werden gesünder. Das Risiko von Infektionen sinkt, spezielle im Bezug auf Ohren, Magen-Darm und Atemwegsbereiche. Zudem leiden gestillte Kinder im höheren Alter seltener an Fettleibigkeit, Diabetes oder Bluthochdruck. Verdauungsprobleme oder Verstopfungen beim Baby treten seltener auf.

Ebenso ist das Stillen nicht nur für den Nachwuchs von Vorteil. Wissenschaftlich bewiesen ist, dass das Ernähren des Kindes mit der Brust postnatale Depressionen verhindern kann, Schwangerschaftspfunde purzeln lässt und durch die Ausschüttung des Hormons Oxytocin die Nachblutungen mindert. Ebenso wirkt sich dieses Hormon positiv auf die Rückbildung des Uterus aus, sodass sich der Körper der Mutter schneller von der Geburt sowie der Schwangerschaft regenerieren kann.

Sicherlich gibt es auch Contra-Argumente:

  • Medikamente, Krankheiten
  • Schmerzen beim Stillen

Wenn eine Mutter unter einer Erkrankung leidet, die durch die Muttermilch auf das Kind übertragen werden kann, ist das Anlegen sicherlich keine Option. Gleiches gilt für die Einnahme von Medikament, die sich auf die Muttermilch auswirken. Hierzu sollte im Vorfeld mit dem Arzt gesprochen werden, um Risiken bestimmter Medikamente einzuschätzen. Zudem muss beim Stillen sehr stark auf die Ernährung geachtet werden. Tipps dazu findest du in diesem Beitrag. Ebenso sollte das Rauchen und der Konsum von Alkohol unterlassen werden, um dem Kind keinen schaden zuzuführen.

In manchen Fällen sind die Babys beim Trinken an der Brust sehr grob. Wenn die Mutter unter starken Schmerzen leidet, kann sie sich auch für das Kombinieren aus Pulvermilch und Muttermilch entscheiden, um die Brüste regenerieren zu lassen.

▶ Wissenswert: Dass durch das Stillen Hängebrüste entstehen, ist ein Mythos. Viel mehr findet durch die Schwangerschaft eine allgemeine Veränderung des Brustgewebes statt, die sich auf die Optik der Bürste auswirken kann. Durch das Stillen wird das Gewebe jedoch nicht so stark beansprucht, dass dies sichtbar würde.

Eine persönliche Entscheidung

Zum Thema „Sollte das Baby gestillt werden oder nicht?“ gibt es zahlreiche Pro- und Contra Aspekte. Diese sollten bezogen auf die eigene Situation abgewogen werden. So kann eine Entscheidung getroffen werden, die zum Wohle des Kindes, aber auch zum Wohlbefinden der Mutter, beiträgt. Keine Mutter sollte Gewissensbisse haben müssen, wenn sie sich gegen das Stillen entscheidet.

▶ Tipp: Wenn das Stillen des Babys aufgrund von Problemen mit dem Zeitmanagement unterlassen werden soll, kann das Abpumpen und Tiefkühlen ein Kompromiss darstellen.

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