Baby stillen – Verzicht auf Rauchen, Drogen & Alkohol

Als Mutter möchte man nur das Beste für sein Kind und dazu gehört für die meisten der komplette Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und Drogen während der Stillzeit. Dennoch gibt es einige Grenzbereiche, wenn es um dieses Thema geht. Ob es wirklich notwendig ist, viele weitere Monate nach der Schwangerschaft komplett abstinent zu belieben oder ob es einige Ausnahmen gibt, klären wir hier.

Alkohol und Stillen – passt das zusammen?

Generell sollte sich jede stillende Mutter darüber im Klaren sein, dass der Alkohol, den sie trinkt, direkt in die Muttermilch übergeht. Das ist vor allem deshalb ein Problem, da sich die Organe des Babys noch Weiterentwicklung und Giftstoffe jeglicher Art nicht richtig gefiltert können. So ist es möglich, dass das Kind starke körperliche Schäden erleiden, wenn die Mutter während dem Stillen sehr viel Alkohol zu sich nimmt. Dennoch verspüren viele Frauen Lust nach einem Glas guten Rotwein, einem prickelnden Sekt oder vielleicht einem Bier, wenn sie die lange Schwangerschaft erstmal hinter sich gebracht haben. Ein Gläschen Alkohol schadet dem Baby auch nicht, doch es sollte Experten zufolge keinesfalls mehr werden. Des Weiteren ist es empfehlenswert, direkt nach dem Stillen zu trinken, um dafür zu sorgen, dass der Alkohol wieder vollständig abgebaut ist, bis das Kind erneut angelegt wird. Da der Körper den Alkohol nur sehr langsam abbaut, kann diese Methode aber wirklich nur bei einer sehr geringen Menge angewendet werden und auf starke Getränke wie Wodka sollte dennoch komplett verzichtet werden. Steht ein wichtiger Anlass bevor und die Mutter weiß, dass sie Alkohol trinken wird, gibt es eine andere Alternative zum Abstillen.

Willst du deinem Baby wirklich schaden?

Alkohol trinken und trotzdem nicht Abstillen? So funktioniert´s

Steht ein besonders wichtiger Anlass wie eine Hochzeit oder ein runder Geburtstag ins Haus und die stillende Mutter weiß, dass es nicht nur bei einem Glas bleiben wird, sollte sie im Vorhinein ausreichen Milch abpumpen. So kann das Kind mit Muttermilch gefüttert werden, ohne den schädlichen Alkohol aufzunehmen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Fläschchen vom Baby akzeptiert wird und es daraus trinkt. Während der Körper den Alkohol noch abbaut, muss die Mutter weiterhin regelmäßig abpumpen, um den Milchfluss in Gang zu halten. Diese Milche darf dem Kind jedoch nicht verabreicht werden.

Zigaretten und Stillen? Eine Kombination, die es zu vermeiden gilt

Gleich wie beim Alkohol gehen die Giftstoffe der Zigarette ebenfalls direkt in die Muttermilch über und schaden dem Baby, weshalb es unbedingt zu vermeiden gilt, während der Stillzeit zu rauchen. Des Weiteren ist die Gefahr, dass das Baby an plötzlichen Kindstod stirbt, bei rauchenden Müttern viel höher, als bei Nichtraucherinnen. Kann eine Frau dennoch nicht auf Zigaretten verzichten, sollte das Laster zumindest weitgehend eingeschränkt werden und auf große zeitliche Abstände zwischen der Zigarette und einer Stillmahlzeit geachtet werden. Zudem ist es besonders wichtig, dass keinesfalls in der Nähe des Kindes geraucht wird, da der Passivrauch für das Baby ebenso schädlich ist, wie eine rauchende und stillende Mutter.

Rauchen schon in der Schwangerschaft beenden!

Soll eine rauchende Mutter abstillen?

Wie bereits erwähnt, ist die Muttermilch die beste Nahrung für Babys, weshalb eine Mutter nicht einfach Abstillen sollte, nur weil sie rauchen möchte. In mehreren Studien konnte nämlich nachgewiesen werden, dass gestillte Babys von Raucherinnen weniger häufig krank werden, als abgestillte Babys, deren Mütter rauchen. Dennoch sollten Frauen die Chance der Schwangerschaft und die Stillzeit dafür nützen, um dieses Laster loszuwerden, denn für das Kind ist es definitiv das Beste, wenn die Mutter gar nicht raucht.

Drogenkonsum während der Stillzeit- ein absolutes No-Go

Während es bei Alkohol und Zigaretten gewisse Grauzonen gibt, wenn es um das gleichzeitige Stillen eines Kindes geht, ist das bei illegalen Drogen nicht der Fall. Es handelt sich hierbei nämlich um Giftstoffe, die bereits in sehr geringen Mengen zu Organ- und Entwicklungsschäden beim Kind führen können. Außerdem kann ein Mensch unter Drogeneinfluss seiner Aufsichtspflicht nicht nachkommen, da man nie sicher sein kann, wie eine illegale Droge sich auf den Körper und den Geisteszustand auswirkt.

Ermöglichen Sie Ihrem Kind den besten Start ins Leben

Kinder zu haben ist die schönste Sache der Welt, doch es bedeutet auch Verzicht. So sollte der werdenden Mutter bewusst sein, dass Alkohol, Zigaretten und erst recht illegale Drogen nicht gut für das Kind sind und nichts in der Muttermilch zu suchen haben. Um seinem Baby den besten Start in ein gesundes und glückliches Leben zu ermöglichen, sollte daher der Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und Drogen ( mit den oben erwähnten Grenzfällen ) selbstverständlich sein. Aber auch eine gesunde Ernährung spielt in der Stillzeit eine Rolle, es gibt Mythen rund um die Ernährung, erfahre hier mehr dazu.

Hilfe zur Suchtprävention

https://www.praevention.at/sucht-vorbeugung/suchtmittel/alkohol/alkohol-und-schwangerschaft.html

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