Die Schwangerschaft ist für jede Mutter etwas ganz besonderes, und das nicht nur, wenn es das erste Kind ist. Jede Schwangerschaft ist besonders auf ihre Weise. In der dritten und vierten SSW beginnt die eigentliche Schwangerschaft. Hier ein Überblick worauf man sich einstellen sollte, was im Körper passiert und vor allem, was das Kind macht…

Die 3. und 4. SSW – das sollte man beachten

In der dritten Schwangerschaftswoche kommt es zur “echten” Schwangerschaft. Zwar werden die ersten zwei Wochen auch dazugezählt, allerdings nur wegen der letzten Periode. Eigentlich ist man erst ab der dritten SSW richtig schwanger. Im Körper passiert in der 3. und 4. SSW so einiges.

In der dritten SSW wird die Eizelle endlich befruchtet. Wenn zum Zeitraum der Fruchtbarkeit Geschlechtsverkehr stattgefunden hat, sind die Chancen groß, dass in dieser Woche Spermien zur deutlich größeren Eizelle durchdringen und es zur Befruchtung kommt. Die Schutzhülle wird durchdrungen und der stärkste Kandidat befruchtet die Eizelle, die Schwangerschaft beginnt.

Was ist mit dem Baby in der 3. SSW?

Das Baby ist in dieser Woche eigentlich eine Zelle. Unzählige Prozesse warten direkt nach der Befruchtung auf die kleine Eizelle, die zu einem neuen Menschen wird. Nachdem ein Spermium in die Eizelle eingedrungen ist, verändert sich die Außenhülle der Zelle sofort, damit keine weiteren Spermien eindringen können. Danach verschmilzt die Außenhülle der Eizelle mit dem Spermium und wird zu einer neuen Zelle, die anfängt, sich zu teilen. Zwei Tage nach der Befruchtung besteht das neue Leben bereits aus 4 Zellen, weitere zwei Tage später aus 8. Wie man sieht passiert in den ersten Tagen nach der Befruchtung sehr viel Neues.

Was ist die Blastozyste?

Vier Tage nach der Befruchtung entsteht die Blastozyste. So nennt sich der entstandene hohle Raum innerhalb der Morula. Auch Keimblase genannt, setzt sich die Blastozyste aus Emryoblasten und Trophoblasten zusammen.

Aus Embryoblasten wird später der Embryo geformt, während die Plazenta aus den Trophoblasten entsteht.

Die Plazenta und ihre Funktion

Die Plazenta, auch der Mutterkuchen genannt, ist die Quelle aller nötigen Nahrungsmittel, die das Baby benötigt. Durch die Nabelschnur wird das Baby später mit dieser verbunden sein. Aus dem Mutterkuchen heraus, über die Nabelschnur, gelangen die Nahrungsmittel, Vitamine, Mineralien und alles, was das Baby sonst noch benötigt zu dem kleinen Körper durch.

AufgepasstAuch Schadstoffe gelangen aus dem Blut der Mutter zur Plazenta und am Ende zum Kind. Nikotin, Alkohol und Drogen erreichen so problemlos den Kreislauf des Kindes. Es ist sehr wichtig, dass man besonders in dieser Phase der Schwangerschaft alle schädlichen Substanzen umgeht.

Die 4. Schwangerschaftswoche

Hat sich die Blastozyste in der dritten Schwangerschaftswoche richtig geformt, beginnen in der 4 SSW viele neue aufregende Prozesse. Die 4. Schwangerschaftswoche ist vor allem wichtig wegen der Einnistung des späteren Embryos. Die verschmelzte Zelle aus Sperma und Eizelle hat bereits volle Arbeit geleistet. In der 4. Schwangerschaftswoche ist bereits eine ganze Kugel aus Zellen entstanden, die sich im Mutterleib ein warmes Plätzchen gesucht hat, wo sie sich einnistet und in den kommenden Wochen wachsen wird.

HCG Wert im Blut, was er uns verrät?

Bereits beim Prozess der Verdopplung der Zellen fängt der HCG Wert im Blut der Mutter ab, zu wachsen. Der HCG Wert ist die Bezeichnung für den Wert des humanen Choriongonadotropins. Das ist das so genannte Schwangerschaftshormon.

In der 4. Schwangerschaftswoche wächst der Wert des Hormons im Blut sehr schnell, bzw. verdoppelt sich immer wieder.

Welche Symptome weisen auf das Wachstum des HCG im Blut hin?

Als zukünftige Mutter des ersten Kindes wird man diese Phase wahrscheinlich gar nicht wahrnehmen. Wenn man bereits Kinder hat, könnte man durch Feingefühl für den eigenen Körper auch die 4. SSW wahrnehmen. Dadurch, dass der HCG Wert im Blut sehr schnell ansteigt, kann man Kopfschmerzen und leichte Übelkeit spüren. Einige zukünftige Mütter verspüren auch sehr starke Übelkeit, z.B. bei einer Zwillingsschwangerschaft. Zwillinge verursachen einen noch höheren HCG Wert in der 4. Schwangerschaftswoche, wodurch die Mutter auch entsprechend mehr Symptome, wie Müdigkeit, Übelkeit, Reizbarkeit und Hunger empfindet.

Manche Mütter spüren das bereits in der dritten SSW, während sich die Zelle verdoppelt.

In der 4. Schwangerschaftswoche ist der Körper besonders empfindlich. Sollte der sich entwickelnde Embryo beschädigt werden, wird der Körper versuchen den Schaden zu reparieren. Gelingt das nicht, wird das Embryo in der 4. SSW die Schwangerschaft vom Körper selbst verstoßen.

Der Ultraschall in der 4. Schwangerschaftswoche

In der 4 SSW sieht man die Fruchthöhle sehr gut. Der spätere Embryo ist noch nicht zu sehen. Nachdem die Einnistung abgeschlossen ist, kann man eventuell auf dem Ultraschallbild aus der 4. SSW eine Ausblutung sehen. Die Fruchthöhle ist dagegen sehr schön zu erkennen. Eine Garantie, dass sich der Embryo richtig formt kann man in der 4. SSW allerdings nicht geben.Deswegen ist es ratsam in der 4. Schwangerschaftswoche dem Prozess Ruhe geben, damit die Natur ihren Teil der Entwicklung steuern kann. Nach der vierten SSW kann man auch beim Ultraschall mehr erkennen. Etwa in der 5 oder 5. Schwangerschaftswoche lässt sich eine Schwangerschaft zweifelsfrei nachweisen. Das kommt in etwa auch mit dem Termin der nächsten Regel hin. Bleibt diese aus, ist in der Regel bereits die 5 Schwangerschaftswoche im Gange. Deswegen sollte man weder eine Schwangerschaft per Test nachzuweisen versuchen, noch einen Ultraschall machen lassen, bevor die 5. und 6. SSW um sind.

In der 4. Schwangerschaftswoche kann es immer noch zu einem natürlichen Abbruch kommen, was Enttäuschung auslösen würde. Deswegen sollte unbedingt mit dem Ultraschall bis zur 5. und 6. Schwangerschaftswoche gewartet werden.

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