Kindernamen: Die Trends für 2018

Es gibt kaum eine weitreichendere Entscheidung, die Eltern in den ersten Lebensmonaten ihres Nachwuchses treffen müssen: Die Wahl des Vornamens. Dass diese Entscheidung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist, ist klar. Schließlich begleitet der Name das Kind aller Wahrscheinlichkeit nach ein Leben lang. Da ist es nur natürlich, dass es selbst unter den harmonischsten Elternpaaren zu Konflikten kommen kann, wenn es um die Wahl des Vornamens für ihr Kind geht.

Jeder kennt es: Bestimmte Kindernamen scheinen zu bestimmten Zeiten im Trend zu liegen und häufiger gewählt zu werden, als andere. So waren beispielsweise Namen wie Brigitte oder Dietrich vor einigen Jahrzehnten noch völlig normale und beliebte Namen, heutzutage werden sie aber kaum noch benutzt. Wie solche Entwicklungen begründet sind, ist pauschal nicht zu beantworten. Viele Faktoren spielen eine Rolle: Das sich wandelnde sprachliche Ästhetikempfinden, bedeutende Ereignisse, oder die Namenswahl von Prominenten für ihre Kinder sind nur ein paar Beispiele.

Das Jahr 2018 bildet keine Ausnahme. Auch in diesem Jahr haben sich die Geschmäcker der frisch gebackenen Eltern verändert und so sind andere Namen „angesagt“ als es noch 2017 oder 2016 der Fall war. Natürlich unterscheidet sich die Beliebtheit der Namen teilweise auch regional, aber grundsätzlich kann man eine Entwicklung regionsübergreifend beobachten: Der Trend geht in Richtung kurzer Namen, oft mit außergewöhnlichen Schreibweisen kombiniert.

Ein Blick auf die beliebtesten Jungen- und Mädchennamen 2018

Der beliebteste Jungenname 2018 ist Ben. In der Vergangenheit oft als Kurzform von Bejamin genutzt, steht der Name heutzutage oft für sich allein und überwindet so den Status als Spitzname.

Der beliebteste Mädchenname 2018 ist Emma. Also sind die jeweils beliebtesten Namen für beide Geschlechter auffällig kurz und prägnant, was ihrer klanglichen Schönheit aber natürlich keinen Abbruch tut.

Dieser Trend setzt sich auch auf den folgenden Plätzen fort. Bei Jungen werden die Namen Leon, Paul, Felix und Finn/Fynn gern gewählt.

Bei den Mädchen sind, neben Emma, die Namen Emilia, Hannah, Sophia und Mia am beliebtesten.

Das große Buch der 10.000 Vornamen: Herkunft, Bedeutung, Varianten.
  • Jennifer Willms
  • Herausgeber: Compact
  • Auflage Nr. 13 (28.03.2011)
  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Welche Vornamen sind in Deutschland verboten?

In Deutschland hat man, anders als in anderen Ländern, keine völlig freie Wahl, was den Namen des eigenen Kindes angeht. So bestimmt das Bürgerliche Gesetzbuch dass der Vorname das Kind nicht lächerlich machen darf. Auch darf der Name nicht anstößig sein oder das Kindeswohl anderweitig gefährden. Als Kontrollinstanz dient hier das Standesamt und seine Beamten. Diese haben das letzte Wort, wenn es darum geht den Vornamen eines Kindes zu erlauben.

Grundsätzlich halten sie sich dabei an eine Liste mit internationalen Vornamen, die generell zugelassen werden. Taucht der Wunschname nicht in der Liste auf, wird er gesondert geprüft und dann zugelassen bzw. verboten.

Fazit

Die Trends weisen auch 2018 klar in eine Richtung: Kurze Namen mit teilweise ungewöhnlichen Variationen in der Schreibweise sind weiterhin äußerst beliebt. Wer also auf der Suche nach einem geeigneten Namen ist und sich gerne den aktuellen Entwicklungen anpassen möchte, sollte einen kurzen Namen wählen. Gewöhnlich muss man sich auch keine Gedanken darüber machen, ob der Name in Deutschland eventuell verboten sein könnte, denn solche Fälle sind seltene Ausnahmen.

Interessante Links:

Babynamen Generator

[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]