Die 6. Schwangerschaftswoche gehört zum ersten Trimester einer Schwangerschaft. In dieser Woche ist sie noch nicht optisch wahrnehmbar. Allerdings gibt es erste wahrnehmbare Symptome, obwohl der heranwachsende Organismus wenige Millimeter groß ist. Was macht diese Schwangerschaftswoche aus und worauf sollten werdende Mütter achten?

Welche Symptome und Anzeichen treten in der 6. SSW auf?

In der 6. Schwangerschaftswoche sollten sich mit Gewissheit schon erste prägnante Symptome zeigen. Dazu gehört eine erhöhte Empfindlichkeit im Bereich der Brust und Brustwarzen. Dies wird verursacht durch die Bildung von weiteren Milchdrüsen, auch wenn die Geburt und das Stillen noch in weiter Ferne zu sein scheinen.

Auch die signifikante Übelkeit ist ein deutliches Anzeichen auf eine Schwangerschaft. Dies kann jedoch durch Änderung des Essverhaltens reduziert werden. Kleinere und mehrere Mahlzeiten am Tag sowie ein gering gewürztes Essen können sich positiv auf den Alltag in der 6. Schwangerschaftswoche auswirken. Zum Ende des ersten Trimesters sollte sich dieser Umstand legen.

Ein Faktor, an dem viele werdende Mütter erkennen, dass sie schwanger sind, ist das Ausbleiben der monatlichen Regelblutung. Diese kann sich aufgrund von Stress zwar verzögern, weshalb oftmals um die 6. SSW schließlich ein Test zur Bestätigung durchgeführt wird. Ebenso kann es zu Schmierblutungen in dieser Schwangerschaftswoche kommen. Dies kann durch Irritation des Muttermundes verursacht werden.

Was verändert sich im Körper der Mutter?

Vor allem sind es der Hormonhaushalt, der sich in der 6. Schwangerschaftswoche verändert. Zunächst steigt der HCG-Wert im Körper, der von der Keimblase des werdenden Embryos als Signal an den Körper gesendet wird, anhand dessen man die Entwicklung des Embryos stets ableiten kann. Zudem findet ein Anstieg des Östrogens und des Progesterons zur Steuerung der Bildung von weiteren Milchdrüsen in der Brust statt, was zu den benannten wahrnehmbaren Nebenwirkungen führt.

Eines, was sich gewiss verändern wird, ist der Gemütszustand um die 6. SSW herum. Aufgrund der vermehrten weiblichen Hormone und der Kraft, die für den Embryo vom Körper aufgebracht wird, kann die Kontrolle über Gefühle und Emotionen manchmal verloren gehen. Dies ist nicht nur anstrengend für das Umwelt der werdenden Mutter, sondern ist auch für sie selbst eine strapazierende Situation.

Wie entwickelt sich der Embryo bis zur 6. SSW?

Die 6. SSW ist der Beginn einer rasanten Entwicklung für den noch kleinen Körper. Die Größe des Embryos beträgt aktuell zwischen 2 und 4 Millimeter, doch scheint in den nächsten Wochen exponentiell zu wachsen. Zunächst entwickelt sich das Herz als erstes Organ in dieser Schwangerschaftswoche, da es die essentielle Versorgung mit Sauerstoff sicherstellt. Dennoch macht der Köpf den Großteil des Körpers aus, wodurch es aus einem bestimmten Blickwinkel aussieht wie eine Kaulquappe.

Für die künftigen Arme und Beine bilden sich Anlagen in Form von Ausbuchtungen. Zudem haben sich schon kleine Knöchelchen gebildet, die sich in den nächsten SSW zu Wirbelsäule und Rippen zusammenformen.

Was wird auf dem Ultraschall sichtbar sein?

Vorauf sich jede Mutter freut, ist der erste Blick auf den Ultraschall. In der 6. Schwangerschaftswoche können das erste Mal Grundzüge des Embryos erkannt werden. Der Ultraschall zeigt aktuell eine Fruchthöhle, in der ein überproportionaler Kopf und ein flatterndes Herz sichtbar werden können.

Falls jedoch nichts zu sehen ist, kann dies an dem Ultraschallgerät des Arztes liegen. Zum anderen tritt es häufig auf, dass sich Embryonen in den ersten Schwangerschaftswochen in der Fruchthöhle verstecken. Dieses Phänomen nennt man “Eckenhocker”. Häufig werden sie in der darauffolgenden Wochen gefunden. Selbstverständlich treten Ängste an dieser Stelle bei den werdenden Eltern und Müttern auf. Befindet sich der Embryo dennoch in einem gesunden Wachstumsverlauf, dann wird er sich in den nächsten Schwangerschaftswochen nicht mehr verstecken können.

Worauf sollte eine werdende Mutter in der 6. SSW achten?

Gerade ab der 6. Schwangerschaftswoche und bei Wunsch einer Schwangerschaft kann die Einnahme von Folsäure die Gesundheit der werdenden Mutter und die Entwicklung des Embryos unterstützen. Folsäure gehört zu den B-Vitaminen und ist an Stoffwechsel- und Wachstumsprozessen beteiligt. Da der menschliche Körper diesen Stoff nicht selbst produzieren kann, nimmt man ihn über die Nahrung auf. Da sich jedoch in der Schwangerschaft der Bedarf an Folsäure auf 800 Milligramm verdoppelt, wird die Einnahme von Folsäuretabletten empfohlen.

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Selbstverständlich sollten dem Embryo nicht vorsätzlich Giftstoffe zugeführt werden, da dieser noch kein intaktes System besitzt, welches Giftstoffe so wie ein ausgewachsener Mensch durch Leber und Niere zu gewissen Teilen zersetzen kann.

Ab der 6. Schwangerschaftswoche wird der Stress und die Beschwerden steigen, daher sollte man auf regelmäßige und bewusste Ruhepausen achten. Dies ist vor allem für die Mutter wichtig, da die innere Kraft, die sie zur Entwicklung des Embryos aufbringt, nicht unterschätzt werden sollte.

Welche Komplikationen können in der 6. Schwangerschaftswoche auftreten?

Obwohl es stets wünschenswert ist, dass eine Schwangerschaft komplikationslos verläuft, kann es dennoch vorkommen, dass schon vor oder während der 6. SSW Probleme auftreten. Daher ist ein regelmäßiger Kontakt zu einem Frauenarzt von großer Bedeutung.

An dieser Stelle sei gesagt, dass Komplikationen auftreten können, dies jedoch nicht der Regelfall ist. Durch falsche Einnistung einer befruchteten Eizelle, kann nicht nur eine scheinbare Schwangerschaft bestehen, sondern auch ein hohes gesundheitliches Risiko für die Schwangere. Handelt es sich beispielsweise um eine Eileiterschwangerschaft, dann wächst der Embryo und kann schließlich die Eileiter verletzten. Es kommt zu einer gefährlichen inneren Blutung, die umgehend notoperiert werden muss.

Handelt es sich um die zweite Schwangerschaft sollte spätestens um die 6. SSW ein Rhesusfaktor- und Antikörpersuchtest durchgeführt werden. Da ein Embryo dennoch als fremder Gegenstand vom Körper angesehen wird, falls Mutter und Embryo unterschiedliche Blutgruppen aufweisen. Durch Medikation hingegen kann das Verklumpen des Blutes des Embryos durch Antikörper der Mutter erfolgreich verhindert werden.

Die 6. SSW auf einem Blick:

Die 6. SSW kennzeichnet sich für die Mutter durch Übelkeit und körperlicher Empfindlichkeit aufgrund des steigenden Hormonhaushaltes. Der Embryo weist eine Größe von 4mm auf und im Ultraschall können Herz und Kopf sichtbar sein. Ab dieser Woche gelten für Schwangere der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie bewusste Ruhepausen und eine folsäurereiche Ernährung. Mögliche Komplikationen sind dennoch starke Schmierblutungen und scheinbare Schwangerschaften sowie eine mögliche Abwehr des Embryos durch Antikörper.

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